Die orthobiologische Strategie bei Arthrose

Ein dumpfer Schmerz im Knie nach dem Joggen oder eine Schwellung nach einem Spaziergang. Erst läuft man ihn weg, aber am nächsten Tag meldet er sich im Gelenk zurück. Arthrose ist eine chronische Entzündung, die das Gelenk langsam zerstört. Sie führt zu einer Gelenkkapselentzündung, die wiederum einen Gelenkerguss produzieren kann, der den Knorpel weiter angreift. Schmerzen treten dann in der Belastung sowie im Ruhezustand auf. Schädigungen des Gelenkknochens kommen oft dazu. Die klassische Orthopädie reagiert, indem Kortison appliziert wird. So werden die Beschwerden gemindert oder verschwinden – bis das Ganze von vorne beginnt. Irgendwann steht dann die OP an, da der Knorpel nicht mehr vorhanden ist. Dazu muss es jedoch nicht kommen!

In der modernen Orthopädie versuchen wir im LANS Medicum, das Innenleben der Gelenke zu normalisieren. Wir setzen auf einen vielseitigen Ansatz: Bewegung für den Stoffwechsel des Gelenkes, Kräftigung der Muskulatur, eine basische Ernährung, Zuführung spezifischer Grundstoffe des Knorpels sowie der »Orthobiologica«. Wir infiltrieren in das Gelenk lang anhaltende Hyaluronsäure in Kombination mit dem Interleukin-1-Antagonisten (dem ACS; das ist eine Form des PRP, also des Eigenblutes) und zusätzlich ein hydrolysiertes Kollagen. Diese Therapie ist in den Augen von PD Dr. med. Philip Catalá-Lehnen, ärztlicher Direktor des LANS Medicum, die Zukunft der Arthrosetherapie.


Der Vorteil dieser Behandlung liegt in der Kombination. Das spezielle Hyaluron bleibt im Gegensatz zu herkömmlichen Therapien deutlich länger im Knie (ca. einen Monat statt zwei Tage). Es wirkt entzündungshemmend und regt gleichzeitig die Kapsel im Gelenk an, wieder eigenes Hyaluron zu bilden. Das anschließend verabreichte hydrolysierte Kollagen kann im Gelenk sofort eingebaut werden und regenerativ wirken. Wir verabreichen die Infiltrationen nach einer individuellen Therapiestrategie. Beginnend mit dem Hyaluron und dann mindestens zweimal die ACS ­Injektionen sowie anschließend die Kollagengabe.

Ziele sind die Schmerzreduktion, Verbesserung der Beweglichkeit und die Aktivierung der Selbstheilung des Körpers. Das funktioniert sehr gut bei leichten und mittelschweren Arthrosen. Der Schmerz geht rasch zurück, die Beweglichkeit nimmt zu. Anschließend können Betroffene wieder mit leichtem Sport aufbauend beginnen. Das ist wiederum auch Therapie für das Gelenk.

Jeder, der Arthroseschmerzen hat, kann zu uns als Patient kommen. Ob Exsportler, die nach der Karriere massive Probleme haben oder auch viele Patienten, die zur Zweitmeinung kommen, wenn der OP­Termin immer näherrückt.

Bezüglich der Heilungschancen, sind der Zeitpunkt des Behandlungsbeginns und die Disziplin in der Durchführung entscheidend. Auch in späten Stadien der Arthrose lassen sich gute Erfolge und eine Vermeidung eines operativen Eingriffes erzielen.

 

Hören Sie dazu auch gerne unseren Podcast mit PD Dr. med. Philip Catalá-Lehnen zum Thema Arthrose richtig behandeln: